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Seit ChatGPT, der OpenAI-Chatbot, im Dezember 2020 geboren wurde, erwartete die Tech-Community eine Antwort von Google. Am Montag, dem 6. Februar 2021, wurden die Erwartungen erfüllt und der kalifornische Riese kündigte die Einführung eines Konkurrenten für ChatGPT an: Bard. Mit Leistung und Intelligenz, die darauf abzielt, der des Menschen näher zu kommen, soll dieser experimentelle Dienst, der auf dem LaMDA-Sprachmodell basiert, Suchmaschinen auf eine neue Ebene heben.
Ein mit dem Internet verbundener Chatbot
Ein wesentlicher Unterschied zwischen ChatGPT und Bard liegt in ihrer jeweiligen Informationsquelle. Da ChatGPT Ende 2021 abgeschaltet wird, wird Bard direkten Zugriff auf das Internet haben und den Benutzern aktuelle, qualitativ hochwertige Antworten liefern können. Diese Funktionalität bietet Bard auch die Möglichkeit, Kommentare zu Neuigkeiten oder sogar einfache Erklärungen zu komplexen Themen anzubieten. Um sicherzustellen, dass die Antworten von Bard die Kriterien Qualität, Sicherheit und Verankerung in der realen Welt erfüllen, wird Google zunächst einer Gruppe vertrauenswürdiger Tester Zugang zu seinem Chatbot gewähren. Eine leichtere Version des LaMDA-Modells wird dann in wenigen Wochen für die breite Öffentlichkeit ausgerollt.
Google stellt seine gesamte KI-Technologie in den Dienst von Bard
Googles Interesse an künstlicher Intelligenz ist nicht neu. Im Jahr 2017 brachte der kalifornische multinationale Konzern Transformer auf den Markt, eine Technologie, die die Welle wichtiger Sprachmodelle wie GPT-3 von Open AI, Unterstützung für ChatGPT, auslöste. Google erwarb 2014 auch DeepMind, ein Deep-Learning-Startup, um seine KI-Produkte zu verbessern. Allerdings wurde LaMDA, das Sprachmodell, auf das sich Bard stützt, erst vor zwei Jahren entwickelt, aber bisher nicht öffentlich eingesetzt.
ChatGPT, eine willkommene Opposition für Google?
WährendKI wegen ihrer potenziellen Gefahren kritisiert wird (z. B. die Angabe falscher Tatsachen), nimmt sie einen immer wichtigeren Platz in der Gesellschaft ein. Die Probleme im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz wurden daher noch nie so hervorgehoben. In diesem Zusammenhang stellt der Wettbewerb mit ChatGPT eine gute Chance für Google dar, das sich als führendes Unternehmen in diesem Bereich positionieren kann.
Eine Gelegenheit, sich für Google zu erneuern
Die Ankunft von Bard stellt auch eine hervorragende Gelegenheit für Google dar, sich zu erneuern. Tatsächlich wird die Integration dieses Konversationsroboters in die Suchmaschine es dem multinationalen Unternehmen ermöglichen, seine Plattform zu transformieren und sie zu einem System zu entwickeln, das in der Lage ist, Informationen zu synthetisieren, um Antworten auf Fragen zu geben, für die es keine einzige richtige Antwort gibt. Die Einführung von Bard by Google ist eine erwartete Reaktion des kalifornischen Unternehmens auf den Erfolg von ChatGPT. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich Google in einer defensiven Haltung befindet. Im Gegenteil, der Mountain-View-Riese beabsichtigt, die Gelegenheit zu nutzen, seine Suchmaschine zu erneuern und sich als Technologieführer zu positionieren. Ob die von Experten durchgeführte Testphase den von Google gestellten Qualitätsanforderungen optimal gerecht wird, bleibt abzuwarten.
